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Freund Nase


Was alles passiert, wenn zwei Lippen sich treffen...

 

Was alles passiert, wenn zwei Lippen sich treffen:
„Hey Freund Nase.“, sagte die Nase des Mannes. „Ebenfalls hallo!“, erwiderte die andere. „Wir passen doch zusammen, wie die Faust aufs Auge.“ „Findest du?“ „Na das ist doch klar wie Kloßbrühe!“ „Ach, komm schon. Jetzt reicht’s aber auch langsam mal!“, nuschelte die Lippe des Mannes nach innen. Die Lippen trennten sich. „Bis bald Romeo!“, sagten die Lippen der Frau. Ihre Augen sahen verliebt in die des Mannes, um ihnen zu sagen, dass sie die beiden wiedersehen möchten. „Bis bald meine Liebste!“, stupste die Nase des Mannes die der Frau an. Die Wangen beider färbten sich rot. Die Ohren stellten sich auf: „Och nö! Jetzt schon?“
Die beiden Menschen gingen auseinander. Die Nase der Frau roch nichts weiter, als den Duft des Mannes, der im Haus lag, nachdem er zur Arbeit gegangen war. Die Augen übersahen alles, was nicht Bilder seiner Gestalt waren. Die Lippen warteten sehnsüchtig auf die Rückkehr. Die Ohren wollten einfach nichts hören, außer der Stimme des Mannes. Derweil kämpfte das Gehirn des Mannes mit den Sinnesorganen. „Jetzt reißt euch mal zusammen! Sie ist auch nur eine Frau!“, brüllte das Gehirn. „Aber was für eine.“, meinten die Augen. „Was für ein Kuss. Sie ist meine Julia.“, flüsterten die Lippen ohne Bewegung. „War das ihre zärtliche Stimme?“, die Ohren stellten sich auf. „RUHE!“, brüllte das Gehirn. „Natürlich ist sie eine tolle Frau! Aber was ist mit dir Nase? Findest du nicht sie riecht etwas streng?“ „Was? Sie riecht wie der Frühlingsanfang, wie der Duft der schönsten Blume!“, erwiderte die Nase entsetzt. „Blöder Haufen! Wir dürfen uns nicht aus der Fassung bringen lassen. Wir sind Männer!“ Die anderen gaben ein unzufriedenes Murren von sich. „Jetzt konzentriert euch auf die Arbeit!“, meinte das Gehirn und unterdrückte die Gefühle.
Am Abend kehrte der Mann nach Hause zurück. Die Ohren der Frau horchten auf: „War das gerade sein Auto?“ „Ja, das war es. Auf zur Tür!“, meinte das Gehirn, dass die Informationen auswertete. Die Frau empfing den Mann dort. Wieder trafen sich die Lippen: „Mein Romeo! Ich habe den ganzen Tag sehnsüchtig auf dich gewartet!“ „Ich auch auf dich, liebste Julia.“, entgegneten die Lippen des Mannes mit bösem Unterton zum Gehirn. „Wie der Schnee in den Winter, so passen wir zusammen!“, meinte die männliche Nase. „Was für ein Vergleich.“, hauchte die Nase der Frau. Tränen rannen aus den Augen der Frau, die voll Freude in die glücklich verliebten Augen des Mannes schauten. Die Ohren des Mannes waren völlig hin und weg von der Stimme der Frau.
Am nächsten Tag gab es den gleichen traurigen Abschied der Sinnesorgane. „So und diesmal keine - “, wollte das Gehirn gerade sagen, da drohte es durch zu viele Gefühle zu platzen. „Ist ja gut! Dann sind wir halt verliebt!“

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